Der 'problematische' Schmerzpatient
Beschrieb
Mobilisation des Nervensystems (NOI) - Der problematische Schmerzpatient
Dieser Kurs bezieht sich auf aktuelle wissenschaftliche Ergebnisse aus dem Bereich der Grundlagen-wissenschaften und klinischen Forschung um einen Einblick in sowohl akute als auch chronische Schmerzmechanismen und deren Therapien zu ermöglichen. Nozizeptive und neuropathische Komponenten werden vor dem Hintergrund von einflussreichen modulierenden kognitiven und emotionalen Einflüssen diskutiert. Pathologische und psychosoziale Beiträge zu chronischen Schmerzen und funktioneller Behinderung werden beschrieben. Es wird verdeutlicht, dass in beiden Fällen Veränderungen in der Verarbeitung von sensorischen Informationen im Zentralnervensystem vorliegen können. Weiterhin wird gezeigt werden, dass diese Veränderungen in den Schmerzbahnen im Rückenmark eine erstaunliche Ähnlichkeit zu solchen haben die mit Lernvorgängen und (Langzeit-) Gedächtnis-Mechanismen in supraspinalen Zentren im Gehirn einhergehen.
Wissen um diese Prozesse kann dann im Rahmen des ‘clinical reasoning’ eingesetzt werden um Strategien zur Entscheidung über sinnvolle passive physikalische Massnahmen und aktive Bewegungsübungen in einer Reihe von ‘problematischen’ Schmerzpatienten zu entwickeln. Entscheidende Überschneidungen lassen sich mit Prinzipien aus der Kognitiven Verhaltenstherapie finden, welche wissenschaftlich nachweisbare positive Einflüsse auf die Schmerzwahrnehmung und das Schmerzverhalten eines Patienten ausüben können. Im Laufe des Kurses werden gezielte Schmerzmanagement Strategien mit Referenz zu ihrer neurobiologischen Grundlage unterrichtet.
Es gibt keine allgemeingültige ‘Technik’ um chronischen Schmerz zu behandeln. Jedoch, ein Verständnis der möglichen zu Grunde liegenden Schmerzmechanismen, sowie über psychosoziale Risikofaktoren (‘yellow flags’) und eine bewusste therapeutische Interaktion können einen wichtigen Einfluss auf die Entwicklung und Progression von einer schmerzhaft bedingten funktionellen Behinderung haben.
Ziele
Die Teilnehmer erhalten ein fundiertes Verständnis der möglichen zu Grunde liegenden patho/physiologischen Schmerzmechanismen und wie dieses Wissen im Rahmen des ‘clinical reasoning’ für eine realistische Einschätzung der therapeutischen Möglichkeiten eingesetzt werden kann. Strategien zur Entscheidung über sinnvolle passive physikalische Maßnahmen und aktive Bewegungsübungen in einer Reihe von ‘problematischen’ Schmerzpatienten sollen entwickelt werden können.
Im Laufe des Kurses werden die Teilnehmer in gezielte Schmerzmanagement Strategien aus der kognitiven Verhaltenstherapie mit Referenz zu ihrer neurobiologischen Grundlage eingeführt. Verständnis von diesen Strategien soll den Lernenden helfen das Schmerzverhalten eines Patienten positiv beeinflussen zu können.
Anhaltende oder rezidivierende Schmerzen sind eine wesentliche Ursache von subjektivem Leiden und körperlicher Arbeitsunfähigkeit. Es ist verbunden mit einer enormen finanziellen Belastung und führt bei Therapeuten häufig zu Frustrationen und Enttäuschungen in der Behandlung. Sowohl wegen seiner spezifischen physiologischen Mechanismen, als auch sekundären physischen und psychosozialen Konsequenzen hat die International Association for the Study of Pain (IASP) propagiert, dass chronische und rezidivierende Schmerzen als ein spezielles Problem im Gesundheitswesen - als eine eigenständige Krankheit klassifiziert werden sollten (EFIC, 2001).
Referent(en)
Herr Max Zusmann
(MAppSC, Grad Dip Hth Sc, Dip PT)
Senior lecturer Curtin University of Technology, Perth, West Australien
Frau Martina Egan-Moog (MSc, Post Grad Manip Ther, Dip PT)
Kurssprache
deutsch/englisch
Zielgruppe
PhysiotherapeutIn / ErgotherapeutIn / Arzt/Ärztin, Logopäde/in / Psychologe/in
Preis
CHF 650
Veranstalter
REHAstudy
Bildungszentrum REHAstudy Bad Zurzach | Winterthur
Schützenweg 2
5330 Bad Zurzach
Telefon: 056 265 10 20
Fax: 056 265 10 29
rehastudy@rehaclinic.ch
http://www.rehastudy.ch
